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News


Erstellt am: 17.03.2016
Kategorie: News: Radsport

Leistungsdiagnostik im Radsport - Wieso, weshalb, warum?


Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema der Leistungsdiagnostik und soll einen Einblick darüber geben, was das überhaupt ist und warum unsere Fahrer vom AVIA racing team solche Leistungstests absolvieren.

Was ist eine Leistungsdiagnostik?

Eine Leistungsdiagnostik ist – wie der Name schon andeutet – ein Verfahren, mit dem die Leistungsfähigkeit eines Sportlers ermittelt wird. Im Radsport macht man dies mit Hilfe eines Fahrradergometers, wie es ähnlich auch in vielen Fitnessstudios oder Wohnzimmern steht. Im Triathlon oder Laufsport wird dazu meist ein Laufband verwendet. Unter der Leistungsfähigkeit eines Radsportlers versteht man die Fähigkeit, eine bestimmte Kraft über einen gewissen Zeitraum auf das Pedal zu bringen. Diese Kraft wird in Watt gemessen und kann mit Hilfe verschiedener Messsysteme an den Pedalen erfasst werden. Vereinfacht gesagt: Je mehr Kraft ein Sportler (pro Kilogramm eigenes Körpergewicht) bei einer Pedalumdrehung aufbringen kann, desto leistungsfähiger ist er.

Welche Ziele verfolgt eine Leistungsdiagnostik?

Mit Hilfe einer Leistungsdiagnostik werden Trainingsbereiche definiert, in denen die Sportler ihr tägliches Training absolvieren. Grob kann man drei Trainingsbereiche definieren: Aktive Erholung (auch KB, oder Kompensationsbereich genannt), Grundlagenausdauer (GA) und Entwicklungsbereich (EB). Mit Hilfe der Diagnostik werden den entsprechenden Bereichen Wattwerte zugeordnet. Je nachdem, was der Sportler auf seinem Trainingsplan stehen hat, tritt der Athlet bei seiner Trainingsausfahrt mit den zuvor bestimmten Wattwerten in die Pedale.

Wie ist der Ablauf?

Ein Leistungstest auf einem Ergometer beginnt mit einer lockeren Aufwärmphase. Anschließend wird die Intensität (also die Wattzahl) stufenweise gesteigert bis der Sportler aus Erschöpfung nicht mehr treten kann. Dabei wird bei der steigenden Belastung fortlaufend der Laktatgehalt im Blut gemessen. Laktat ist Milchsäure, die bei gewisser Belastung im Muskel produziert wird, und daher ein guter Indikator, aus welchen Speichern (Kohlehydrate, Fett, ...) der Körper seinen Brennstoff für die aktuell zu erbringende Leistung bezieht. Da der Laktatwert mit steigender Belastung ebenfalls ansteigt, lassen sich im Anschluss daraus die Trainingsbereiche ableiten.

Wer sollte eine Leistungsdiagnostik machen?

Eine Leistungsdiagnostik ist für jeden ambitionierteren Hobbysportler sinnvoll. In Verbindung mit einem EKG kann so ebenfalls die Gesundheit des Herzens unter sportlichen Belastung untersucht werden. Das Training kann mit Hilfe einer Leistungsdiagnostik sehr zielgerichtet ausgeführt werden, sodass eine Leistungssteigerung innerhalb weniger Monate zu beobachten ist.

Das AVIA racing team absolviert in der Regel drei Leistungstest pro Saison bei unserem Trainingspartner TWZK (www.twzk.de), um den Trainingsfortschritt zu überwachen und bei Veränderungen der Leistungsfähigkeit das Training anzupassen.

Aufwärmphase auf dem Rad

Laktatmessung während des Tests - durchgeführt von unserem Partner TWZK


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