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Erstellt am: 11.08.2017
Kategorie: News: Rallye

Schaltprobleme verhindern Podium


Beim sechsten Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft, der Thüringer Rallye rund um Pößneck, waren unter den 70 Teams auch das Damenteam Melanie Schulz mit Copilotin Josefine Beinke. Eine sehr anspruchsvolle Rallye stand auf dem Programm. Leider verhinderte der „Defektteufel“ eine Podiumsplatzierung.

Nach dem üblichen Shakedown am Donnerstagabend wurde das Fahrzeug nochmals technisch gewartet und überprüft und dabei alles auf ein Topzustand gestellt. Die Besichtigungsrunde am Freitag offenbarte schon, dass alle zehn zu fahrende Wertungsprüfungen mit über 140 Kilometer Streckenlänge sehr schnell, anspruchsvoll und selektiv waren. Zur Nachtetappe wurde am Freitagabend um 21.00 Uhr gestartet. Auf dem Programm standen eine Sprintprüfung und der 15 Kilometer lange Stadtrundkurs in Pößneck. Unter Scheinwerferlicht und vor tausenden von Zuschauern setzte Schulz bei einer fulminanten Fahrt die elftbeste Zeit unter den starken Fahrzeugen der Top Liga. Dadurch hatte man sich mit dem fünfzehnten Startplatz  am Samstagfrüh eine gute Basis erarbeitet.

Bei den noch acht zufahrenden Wertungsprüfungen am Samstag, begann die erste Prüfung mit einer Rettungshilfe, „ das vor uns gestartete Fahrzeug ist bei einer schnellen Linkskurve auf den Baum geprallt, wir stoppten unser Fahrzeug und versuchten mit den ersten Hilfemaßnahmen der Besatzung zu helfen bis zum Eintreffen der Rettungsstaffel“, so der frühmorgendliche Schreckmoment von Schulz. Auf der folgenden zweiten Prüfung setzte das AVIA racing Team mit einer wiederum super Fahrzeit den Anspruch auf einen vorderen Platz. Aber bereits bei der dritten Tagesprüfung wurden nach mehreren Kilometer die schnelle Fahrt durch das elektronische Schaltsystem  und einem Fehler im Hydraulikblock mit einem festsitzenden dritten Gang gestoppt. Beim anschließenden Service versucht man alle Punkte nochmals zu analysieren und  wechselte dann die Haupthydraulikpumpe, was dann auch ein Schaltvorgang wieder auslöste. Die Fahrt zu den letzten vier Prüfungen wurde aufgenommen, aber bei der Anfahrt zu den Prüfungen ging das Schalten der Gänge mal wieder und dann mal wieder nicht. Trotz der Verunsicherung im Schaltvorgang setzte das Team Schulz/Beinke  auf der folgenden 25 Kilometer Prüfung die vierzehnte beste Zeit. „Bei der nächsten Prüfung hatte ich ein „Aha-Erlebnis“, mit dem sechsten Gang ausgedreht flogen wir auf einen Abzweig zu, durch das blockieren des Ganges musste ich mit Bremse und viel Fahrgeschick meinen Citroen DS 3 um die Ecke zaubern“, so der Funkspruch von Melanie an den Service.  Die restlichen zwei Wertungsprüfungen wurden und mussten leider mit diesem Problem abgewickelt werden.

„Am Ziel einer „Berg und Talfahrt“ der Gefühle hat das Fahren nicht so richtig Spaß gemacht, haben aber durch das auftretende technische Probleme mit einer super Servicegruppe vieles auf der technischen Seite gelernt. Auch solche Phasen gehören dazu, das ist Motorsport, und schauen nach vorne zur nächsten Rallye Niedersachsen 8.-9. September und wollen wieder an die Spitze anknüpfen.


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